Empfehlung der Redaktion
In der heutigen Arbeitswelt gewinnen Quereinsteiger zunehmend an Bedeutung. Dieser Artikel beleuchtet die Vorteile für Unternehmen und die Beweggründe der Beschäftigten.
- Wachsender Fachkräftemangel und die Rolle von Quereinsteigern
- Innovationskraft durch diverse Erfahrungen
- Wechselbereitschaft und Motivation der Mitarbeitenden
Die Rolle der Quereinsteiger im Fachkräftemangel
Quereinsteiger sind Personen, die beruflich in ein anderes Feld wechseln, ohne formal dafür ausgebildet zu sein oder eine spezifische Berufsausbildung abgeschlossen zu haben. Sie bringen oft umfangreiche Erfahrungen aus anderen Branchen mit, wodurch sie wertvolle Perspektiven und Skills in neue Tätigkeitsfelder einbringen können. Um als Quereinsteiger in einem bestimmten Berufsfeld tätig zu werden, sollten sie jedoch grundlegende Kompetenzen und eine gewisse Bereitschaft zur Weiterbildung mitbringen.
In Deutschland erleben wir derzeit einen signifikanten Fachkräftemangel, der Unternehmen vor große Herausforderungen stellt. Laut dem XING Arbeitsmarktreport 2025 erkennen 61 Prozent der befragten Personalverantwortlichen Quereinsteiger als essentielle Unterstützung zur Milderung dieses Mangels. Im Jahr 2024 lag dieser Wert noch bei 50 Prozent. Besonders bemerkenswert ist, dass mittlerweile 22 Prozent der Unternehmen Quereinsteiger gezielt einstellen, um ihren Personalbedarf zu decken.
Die Präferenz der Personalverantwortlichen für Quereinsteiger beruht auf mehreren Faktoren. Zwei Drittel (65 Prozent) der HR-Verantwortlichen geben an, dass Quereinsteiger Innovationen fördern und durch ihre vielfältigen Erfahrungen neue Impulse setzen. In einer Zeit, in der sich Märkte rasant ändern, sind frische Perspektiven wichtig, um wettbewerbsfähige Lösungen zu finden.
Besonders erfolgreich wurden Quereinsteiger in Branchen wie IT, Gesundheitswesen und Gastgewerbe integriert. Hier konnten viele Unternehmen von den unkonventionellen Herangehensweisen und dem breiten Erfahrungshorizont der Quereinsteiger profitieren. Um diese Zielgruppe aktiv anzusprechen, sollten Unternehmen konkrete Schritte unternehmen. Dazu zählt die Entwicklung gezielter Rekrutierungsstrategien, die die Anwerbung von Quereinsteigern fördern. Auch gezielte Schulungs- und Einarbeitungsprogramme sind essentiell, um den neuen Mitarbeitern den Übergang zu erleichtern. Darüber hinaus ist es wichtig, eine inklusive Unternehmenskultur zu schaffen, die Vielfalt schätzt und Quereinsteigende in bestehende Teams integriert. Somit können Unternehmen nicht nur den aktuellen Fachkräftemangel bekämpfen, sondern auch von den Vorteilen profitieren, die Quereinsteiger mit sich bringen.
Motivation und Wechselbereitschaft der Beschäftigten
Die Motivation und Wechselbereitschaft von Beschäftigten, die einen Quereinstieg in Erwägung ziehen, ist ein entscheidender Faktor für Unternehmen im Kontext des Fachkräftemangels. Viele berufstätige Menschen verfolgen das Ziel, ihre berufliche Erfüllung und Sicherheit zu steigern, wobei spezifische Motivationen häufig im Vordergrund stehen.
Ein zentrales Motiv für den Quereinstieg ist die Sinnhaftigkeit der Arbeit. Immer mehr Beschäftigte legen Wert auf sinnstiftende Tätigkeiten, die über finanzielle Anreize hinausgehen. Dies gilt insbesondere für jüngere Mitarbeiter. Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Appinio haben 26 Prozent der Befragten bereits einen Quereinstieg gewagt, wobei der Anteil unter den 25- bis 34-Jährigen sogar 31 Prozent beträgt. Frauen zeigen sich insgesamt wechselbereiter als Männer, was auf ein stärkeres Verlangen nach erfüllenden Arbeitsanreizen hinweist.
Zusätzlich zur Sinnhaftigkeit spielt finanzielle Sicherheit eine entscheidende Rolle. Gerade in unsicheren wirtschaftlichen Zeiten suchen viele Menschen nach stabilen Beschäftigungsverhältnissen. Der Quereinstieg bietet oft die Chance auf eine bessere Bezahlung oder interessante Karrieremöglichkeiten, was die Attraktivität dieser Entscheidung erhöht.
Für Führungskräfte bedeutet dies, dass sie aktiv an der Bindung ihrer Quereinsteigenden arbeiten müssen. Um diese Mitarbeitenden nachhaltig zu fördern, können sie verschiedene Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört die Förderung der Einarbeitung durch Mentoring-Programme, in denen erfahrene Kollegen den Neuen in ihre Rolle einarbeiten. Ebenso sollten regelmäßig Feedback-Gespräche stattfinden, um den Quereinsteigern die Möglichkeit zu geben, ihre Anliegen und Bedürfnisse zu äußern.
Ein weiterer Ansatz zur Bindung von Quereinsteigern könnte die Schaffung eines offenen und unterstützenden Arbeitsumfelds sein. Führungskräfte sollten jährlich Schulungen und Workshops anbieten, um die Integration der Quereinsteiger zu facilitiieren und deren Entwicklung voranzutreiben. Indem Unternehmen solche Maßnahmen ergreifen, können sie nicht nur die Zufriedenheit der Quereinsteiger steigern, sondern auch deren langfristige Bindung und Leistungsbereitschaft im Team sichern.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Quereinsteiger eine wertvolle Ressource darstellen. Unternehmen sollten aktiv Strategien entwickeln, um Quereinsteiger zu integrieren und zu fördern.
- Evaluierung der eigenen Einstellungspraktiken
- Entwicklung von Programmen zur Einarbeitung und Förderung













